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Volker Hartung und Junge Philharmonie Köln

Die Geschichte der Jungen Philharmonie Köln beginnt im Jahre 1972.
Erich Kluge, Solo-Kontrabassist des Tonhalle-Orchesters Zürich, war es leid, als festangestellter Musiker zu arbeiten.
Stattdessen wollte er „Musik als Abenteuer“ erleben, wie er es in einem frühen Interview mit dem WDR-Fernsehen formulierte.
Was tun?
Kluge trommelte junge Talente zusammen und gründete mit ihnen ein Ensemble.
„Das Orchester, das zunächst gewissermaßen als Haus-Formation an der Pädagogischen Hochschule Köln wirkte, war das Alternativorchester in Deutschland schlechthin“, erinnert sich Volker Hartung, der damals noch als Bratschist im Orchester spielte. Als 17-Jährigen hatte Kluge den heutigen Chefdirigenten in sein „Abenteuerorchester“ eingeladen.
14 Jahre später trat Hartung die Nachfolge des früh verstorbenen Gründers an.
Jenseits ausgetretener akademischer Pfade will die Junge Philharmonie Köln ihren ganz persönlichen Weg zur Musik gehen.
Das war Erich Kluge’s Idee, der Volker Hartung bis heute treu geblieben ist: „Erich war eine ungeheuer facettenreiche Persönlichkeit. Ein Entdecker und Pionier, der für die Sache seines Orchesters gebrannt hat“.

Seit über 40 Jahren präsentiert die Junge Philharmonie Köln ihrem Publikum gewaltige, heitere und besinnliche Programme aus dem reichen Repertoire der Werke der großen Meister.
Unter ihrem Dach ist eine einzigartige Plattform entstanden, die jungen Profis die immer seltener werdende Gelegenheit bietet, über die Grenzen ihres Studiums und Berufslebens hinaus an außergewöhnlichen Konzert-Projekten teilzunehmen.
Sie wird durch Junge Philharmonie Köln e.V., einen als gemeinnützig anerkannten Trägerverein geführt, der die Mission des Orchesters als musikalischer Botschafter einer friedvollen Welt durch die Integration zahlreicher ausländischer, in Deutschland lebender junger Künstler unterstützt.

Das Hauptanliegen der jungen Künstler, ist es, die sinnlichen und emotionalen Triebkräfte der Musik spürbar zu machen – egal ob sie Musik der Romantik spielen oder sich in die Gefilde der sogenannten U-Musik vorwagen. Oder wenn sie die Filmmusik von Bernard Hermann, Tangos von Carlos Gardel unter Spannung setzen oder sich auf die Spuren des Kölner Barden Willi Ostermann begeben. Weil diese Gratwanderung gelingt und die Instrumentalisten ihre Liebe zur Musik grandios beweisen, begeistert die Junge Philharmonie Köln bis heute ihr Publikum.


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